Rechtsschutzversicherung
Das Wichtigste zu Anfang
- Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt für Sie die Kosten in einem Rechtsstreit
- Die Bereiche Privat, Beruf, Verkehr und Immobilie können versichert werden
- Nur wenige Versicherungstarife leisten bei fast allen Streitigkeiten
- In den meisten Fällen wird eine Wartezeit zwischen Vertragsabschluss und bestehendem Rechtsschutz vereinbart
- Die Qualität verschiedener Versicherungstarife variiert stark – Vergleichen lohnt sich deshalb meist
Rechtsschutzfälle nach Bereichen im Jahr 2015
- 31% Sonstiges
- 28% Privatrecht
- 25% Verkehrsrecht
- 16% Arbeitsrecht
Benötige ich eine Rechtsschutzversicherung?
Es gibt Situationen im Leben, in welchen Sie einem Rechtsstreit nicht aus dem Weg gehen können.
Wenn es mal zu Streitigkeiten mit dem Vermieter kommt, Probleme mit dem Chef aufkommen oder Meinungsverschiedenheiten mit dem Finanzamt bestehen, kann eine Rechtsschutzversicherung Ihnen Rückhalt geben. Manchmal möchten Sie auch nur kurz mit einem Anwalt sprechen, um einen bestimmten Sachverhalt zu klären. Mit einer guten Rechtsschutzversicherung steht Ihnen eine kostenlose telefonische Erstberatung zur Verfügung und Sie erhalten finanzielle Unterstützung, falls es doch etwas „intensiver“ wird.
Falls Sie sich bereits auf unserer Website zum Thema Berufsunfähigkeitsversicherung eingelesen haben, dann wissen Sie, dass im Leistungsfall auch mal was schief gehen kann. Es passiert zwar gerade bei BU-Versicherungen nicht häufig, aber im Ernstfall sollte keine Angst bestehen, auch mit großen Versicherungsgesellschaften in den Ring zu steigen. Es dreht sich bei einem BU-Leistungsfall immerhin nicht selten um Millionenbeträge.
Wie funktioniert der Aufbau einer Rechtsschutzversicherung?
Der Aufbau einer Rechtsschutzversicherung funktioniert nach einem Baukastenprinzip. Durch dieses Prinzip lässt sich für jeden Menschen eine passende Kombination aus Rechtsbereichen zusammenstellen, welche versichert werden sollen.
Die 4 Bereiche sind:
- Private Auseinandersetzungen (z.B. Streit über Kaufverträge, Versicherungsverträge etc.)
- Berufliche Auseinandersetzungen (z.B. Streit mit dem Chef)
- Auseinandersetzungen im Verkehrsbereich (z.B. Ordnungswidrigkeiten im Straßenverkehr)
- Streitigkeiten im Wohnbereich (z.B. Streit über Mieterhöhungen)

Häufig gestellte Fragen
Welche Kosten übernimmt die Rechtsschutzversicherung
→ Gerichtskosten
→ Kosten des Prozessgegners bei einer Niederlage vor Gericht
→ Gebühren für Zeugen und Sachverständige
→ Übersetzungs- und Fahrtkosten bei Rechtsschutzfällen im Ausland
→ Zinslose Darlehen für eine Strafkaution
Grundsätzlich kann eine Rechtsschutzversicherung auch noch für weitere Kosten aufkommen, wenn der richtige Tarif abgeschlossen wird. Bußgelder und Geldstrafen werden hingegen grundsätzlich nicht von einer Rechtsschutzversicherung übernommen!
Was versteht man unter der Wartezeit?
In vielen Bereichen der Rechtsschutzversicherung besteht je nach Vertrag eine zwei- bis dreimonatige Wartezeit, bis die Versicherung auch leisten würde. Durch diese Wartezeit sichern sich die Versicherungsgesellschaften dagegen ab, dass ein Vertrag nicht zwei Wochen vor einem absehbaren Rechtsstreit abgeschlossen wird.
Es bestehen allerdings auch Ausnahmen, in welchen ein sofortiger Versicherungsschutz besteht. Dazu gehört z.B. eine Rechtsstreitigkeit nach einem Verkehrsunfall. Manche Versicherer verzichten auch im privaten Bereich bis auf wenige Ausnahmen komplett auf die Wartezeit.
In welchen Fällen zahlt die Versicherung nicht?
Es gibt einige Fälle, in welchen für Sie kein Rechtsschutz besteht. Übliche Ausschlüsse haben wir hier einmal für Sie zusammengeführt.
→ Vorsätzliche Straftaten
→ Spiel- und Wettverträge
→ Streit zwischen in einem Familienvertrag versicherten Personen
→ Schadensersatzansprüche, falls diese nicht auf einer Vertragsverletzung beruhen (private Haftpflicht wäre zuständig)
→ Rechtsstreitigkeiten im Bereich Baufinanzierung und rund ums Bauen
Es existieren je nach Versicherungsbedingungen eine ganze Reihe weiterer Streitigkeiten, in welchen kein Versicherungsschutz besteht. Falls Sie nicht vorhaben, die gesamten Versicherungsbedingungen durchzulesen und im Detail zu verstehen, dann lassen Sie sich einfach von uns beraten und wir erklären Ihnen alles vollkommen verständlich.
Wie lässt sich bei einer Rechtsschutzversicherung sparen?
Sparen lässt sich grundsätzlich über zwei Wege.
1. Nur die wirklich benötigten Bereiche versichern
2. Eine Selbstbeteiligung vereinbaren
An der Qualität der Versicherungsbedingungen zu sparen, ist nach unserer Ansicht keine sinnvolle Methode, um Kosten zu sparen. Denn wirklich teure Versicherungen sind solche, die im Ernstfall nicht leisten.
Worauf sollte ich achten vor dem Abschluss?
Es gibt einige Klauseln, auf die vor dem Abschluss einer Rechtsschutzversicherung unbedingt geachtet werden sollte.
Die Klauseln, auf welche man unserer Meinung nach wirklich nicht verzichten sollte, haben wir hier aufgeführt:
→ Versicherungssumme über 300.000€
→ Verzicht auf Einrede der Vorvertraglichkeit nach max. 5 Jahren Vertragslaufzeit
→ Weltweiter Versicherungsschutz
→ Folgeereignistheorie
→ Verzicht auf Schiedsverfahren oder Wahlrecht
→ Bedingungsupdate
→ Freie Wahl des Rechtsanwalts
→ Kostenlose telefonische Erstberatung
→ Mediationsrechtsschutz und Schlichtungsverfahren
Für Ihre individuelle Situation können auch noch andere Klauseln von hoher Relevanz sein. Dies würden wir in einem Beratungsgespräch zusammen herausfinden, um für Sie die passende Versicherung abzuschließen.
![]()
Patrick Geck
Melden Sie sich noch heute bei uns und wir vereinbaren einen Termin

Die 4 Bereiche: